Ich habe mich in der Fastenzeit vegan ernährt und möchte nun meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit euch teilen.Vorab möchte ich sagen, dass ich kein Fan von Schwarz-Weiß Denken bin, allerdings finde ich solche Herausforderungen mal sehr spannend.

Die ersten 3 Wochen waren sehr gewöhnungsbedürftig, der Körper musste sich natürlich zunächst umstellen und an die neue Ernährungsart gewöhnen, ich hatte abends oft einen aufgeblähten Bauch. Auch wenn ich mich vorher bereits zu ca. 80/90% vegetarisch/vegan ernährt habe, war es nun trotzdem eine Veränderung komplett auf vegan umzustellen. Ich habe mich viel mit Lebensmitteln beschäftigt, viel Neues ausprobiert und versucht die Ernährung so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, denn es heißt ja immer: Veganer ernähren sich quasi nur von Salat.

Das kann ich schon mal widerlegen, auch wenn man es kaum glauben mag, gibt es eine Vielfalt an Produkten und Gerichten, die man zubereiten und genießen kann. Man muss sich einfach nur die Zeit nehmen, sich damit zu beschäftigen und nach wenigen Wochen ist man wissend genug, um auch spontan kochen zu können. Ich empfinde es also als einen Trugschluss, dass es langweilig oder nicht vielfältig genug sei, zudem ist es ein großes Privileg für uns diese Ernährungsweise überhaupt verwirklichen zu dürfen, wofür wir uns sehr dankbar schätzen können.

Schon nach kurzer Zeit habe ich tatsächlich körperliche Veränderungen gespürt, ich habe mich vitaler und energiegeladener gefühlt, welche einer meiner größten Erkenntnisse ist. Ich habe beim Laufen seit einigen Wochen so viel Power, wenn ich morgens aufstehe kann ich direkt ordentlich Vollgas geben, meine Zeiten haben sich tatsächlich verbessert, obwohl ich nicht mal mehr einen Trainingsplan verfolge. Zudem hat sich meine Regenerationszeit verringert. Nach einem 25 km Longrun wie gestern, habe ich keinerlei Muskelkater oder schwere Beine. Das mag mit Sicherheit nicht nur an der Ernährung liegen, aber ich denke es trägt sehr viel dazu bei.

Ich bin auf so viele leckere, neue Lebensmittel und Gerichte gestoßen, die ich jetzt in meinem Alltag nicht mehr missen möchte. Z.B. dem veganen Hack vom Lidl (als Bolo oder in gefüllte Paprika), Räuchertofu von Taifun (gab es oft zum Frühstück als „Veganes Rührei“ Rezept gibt’s hier:Veganes Rührei), veganer Schokopudding von alpro und Kokos-Mandel Creme von Rapunzel, Hafermilch und Soja-/Kokosjoghurt esse/trinke ich sowieso schon seit längerer Zeit lieber. Zudem habe ich mich auch einfach bewusster ernährt, sehr viel Gemüse zu mir genommen, fast täglich Gurke oder Paprika gesnacked, wieder häufiger Blumenkohl, Brokkoli oder Spinat zubereitet, oft Haferflocken in Form von Porridge gegessen oder meinen geliebten (Süß-) Kartoffelpüree oder Wedges gegessen – Ofengemüse geht auch einfach immer und Avocado stand natürlich auch fast täglich auf der Tageskarte 🥑. Falafel und Humus gab es auch regelmäßig, selbstgemacht natürlich – ohne viel Aufwand!

Vegane_Ernährung3

Am meisten habe ich wenn dann Eier, körnigen Frischkäse und Pizza vermisst, Fleisch esse ich seit vielen Jahren sowieso schon kaum, eher wenn man mal auswärts essen geht und sich ein vernünftiges Stück Fleisch gönnen möchte, aber Verlangen habe ich danach nicht großartig. Achja und Tomate-Mozzarella liebe ich auch.
Ich muss aber sagen, dass ich zu keiner Zeit dachte: „Puh ist das gerade anstrengend“ oder „Ich hätte gerade so Lust auf…“ – ich denke das ist auch sehr viel Einstellungssache, wie so oft im Leben spielt der Kopf einfach eine große Rolle.

Ich kann jedem raten es mal selbst auszutesten, es ist spannend zu sehen wie der Körper sich verändert und wie gut es ihm auch mal tut. Allerdings war für mich auch relativ früh klar, dass ich mich nicht darauf „versteifen“ will für immer vegan zu leben.
Ich möchte es lieber wie vorher handhaben, zu 80/90% vegetarisch/vegan – einfach bewusster leben – und weiterhin viel Wert auf hochwertige Lebensmittel geben – ich gebe viel zu viel Geld im Bioladen aus, aber hey es geht um meine Gesundheit😅- aber mir keine Dinge verbieten und das meine ich auch mit dem Schwarz-Weiß Denken. Leben und leben lassen, jeder soll seine Ernährung so gestalten wie er mag, aber ich kann jedem nur ans Herz legen den Körper ausreichend mit vernünftigen Lebensmitteln zu versorgen.

Wie ernährt ihr euch und wie fahrt ihr damit? Habt ihr euch schon mal vegan ernährt?

Ich freue mich auf eure Erfahrungswerte!

Zsofia🙂

Posted by:Zsofia

4 Antworten auf „Vegan in der Fastenzeit

  1. Das sind die Zutaten von veganes Hack von Lidl: Enthalten sind Trinkwasser, Champignons (aus Champignons, Trinkwasser, Speisesalz, dem Säuerungsmittel Citronensäure und dem Antioxidationsmittel Ascorbinsäure), raffiniertes Kokosnussfett, 9% Erbseneiweiß, 7,4% Weizeneiweiß, Rapsöl, 3,8% Sojaeiweiß, Sojamehl, Gewürze, der Emulgator Methylcellulose, Speisesalz …04.09.2019. möchteset Du das wirklich essen?????

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    1. Hallo Hartmut,
      ich denke jeder kann seine Ernährung gestalten wie er mag, oder? Niemand ist perfekt und das ist auch gut so 😊. Für mich ist am wichtigsten: Balance is the key – also alles in Maßen, nicht in Massen. Ich lebe und ernähre mich schon sehr bewusst, was mein Geldbeutel auch zu spüren bekommt, aber perfekt macht es wohl niemand. Und ja, ich gönne mir auch gerne mal solche Sachen und mir geht es gut und ich bin gesund.😊
      Viele Grüße, Zsofia

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  2. ..und hier die Inhaltsstoffe vom veganen Pudding: Zutaten: Wasser, Zucker, geschälte SOJABOHNEN (6,1%), Verdickungsmittel (modifizierte Maisstärke, Carrageen), Magerkakao (2%), Schokolade (1%), Calciumcarbonat, Säureregulator (Monokaliumphosphat), Aroma, Meersalz, Vitamine (Riboflavin (B2), B12, D2). Möchteste Du das wirklich essen.???

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  3. Hallo Hartmut, bitte erzähle uns doch mal was Du so täglich zu Dir nimmst und evt. mache ich mir dann die Mühe und zähle auch mal all die Zusätze auf welche dort so drin sind !! Ansonsten alles Liebe und bleib gesund !!

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